Hannya

Hannya-Maske

Die Hannya-Maske spielt im japanischen Noh-Theater, aber auch im Kyogen eine große Rolle. Sie repräsentiert in der Regel eine Frau, die sich von Eifersucht zerfressen in einen Dämon verwandelt hat. Obwohl sie stets mit zwei Hörnern dargestellt wird hat sie nichts mit dem westlichen Teufel gemeinsam. Wie bei allen Masken des Noh-Theaters ändert sich auch bei einer Hannyamaske je nach Blickwinkel die emotionale Darstellung von furchterregend dämonisch bis traurig leidend und soll die gesamte Palette weiblicher Gefühle widerspiegeln. Weiße Hannymasken stellen Frauen aristokratischen Stands dar, bei rotgesichtigen Hannya handelt es sich um Frauen niederen Standes. Tiefdunkelrote Hannyamasken stehen für wahre Dämonen. Auch hier wird deutlich, dass Hannya im Gegensatz zum westlichen Teufel durchaus irdischen Charakter besitzt.

Die bekannteste Hannya-Erzählung aus dem Noh ist die von Kiyo Hime, einer Frau, die sich im Laufe der Zeit in einen Mönch verliebt. Nachdem dieser ihre Gefühle nicht erwiderte verwandelte sie sich in eine Hannya mit Schlangenleib und tötete das Objekt ihrer Begierde durch ihren Feueratem.

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